Ende Dezember haben Immanuel und ich unsere Weihnachts- und Neujahrsferien mit ein paar extra Ferientagen zu einer beschaulichen Ferienlänge von zwei guten Wochen aufgewertet, die genug zu sein schien, damit sich eine Reise in den Süden lohnt.
Zuerst flogen wir für einen Spottpreis von 35eur nach Bombay, Indiens modernste Metropole, wichtigste Hafenstadt und Heimat des indischen Bollywood-Kinos. Auch. wenn Bombays Name 1995 offiziell zu Mumbai geändert wurde, bevorzugen die Einheimischen noch immer den alten britischen Namen.
Hier trafen Immanuel und ich uns am zweiten Tag mit Caitlin, die wir ja damals in Jaisalmer kennen gelernt und in Udaipur besucht haben. Caitlin hatte sich dazu entschlossen, ihren Rückflug nach hinten zu verschieben und stattdessen nochmal mit uns auf Reisen zu gehen.
Nach drei Tagen Bombay fuhren wir gemeinsam über Nacht weiter mit dem Zug nach Goa. Hier fanden wir mit dem Agonda Beach im südlichen Teil Goas einen Strand, der unseren Bedürfnissen nach schöner Natur, Entspannung, ruhiger Atmosphäre und wenig Touristen perfekt entsprach. Gewohnt haben wir in einem schlichten Beach Hut direkt am Strand.
Wir verbrachten unsere Tage mit Cocktails am Strand, Spaziergängen, sonnen, lesen und schwimmen und haben sogar ein paar Delfine zu Gesicht bekommen. An zwei Tagen mieteten wir uns Scooter, mit denen wir die palmige, tropische Landschaft Goas und abgelegene Strände erkundet haben.
An Weihnachten, einen der heißesten Tage, entschieden wir uns abends ins südlich angrenzende Palolem zu fahren, das weitaus voller und mehr auf Partytourismus ausgelegt ist. Hier hatten wir ein fantastisches Weihnachtsmahl und gingen danach auf eine Party direkt am Strand.
Als Caitlin uns schließlich verlassen und ihren Rückflug in die USA antreten musste, machten Immanuel und ich uns auf zur nächsten Station auf unserer Reiseroute: Hampi.
Hampi ist eine historische indische Stätte, die einmal Hauptstadt eines hinduistischen Königreichs war. Die ganze Umgebung ist voll von alten Tempeln und Ruinen; faszinierend ist auch die einzigartige Landschaft, die von riesigen Granitfelsen geprägt ist. Wir erkundeten die Umgebung auf einem gemieteten Fahrrad.
Nach Hampi trennten sich auch Immanuels und meine Wege. Da mein Touristenvisum mich trotz einjähriger Gültigkeit dazu zwang, das Land nach 180 Tagen vorübergehend zu verlassen, musste ich am 2. Januar einen Flug von Delhi nach Nepal erwischen. Immanuel dagegen hat ein anderes Visa und konnte daher ein paar Tage länger im Süden bleiben.
So machte sich Immanuel auf zum Strand von Gokarna, während ich nach Bangalore fuhr, von wo mein Flug nach Delhi abfliegen würde. Glücklicherweise musste ich Silvester trotzdem nicht alleine verbringen: eine ehemalige indische Freiwillige aus meiner NGO, hatte mitlerweile einen Job in Bangalore und so konnte ich mit ihr und ihren Freunden in ihrer WG wohnen und feiern.
Wieder in Delhi angekommen, ging nach einer Nacht daheim und einem schnell umgepacktem Rucksack, die Reise direkt weiter nach Kathmandu, Nepal. Da meine Zeit begrenzt war und ich lieber mehr Zeit in der Natur verbringen wollte, verbrachte ich nur einen vollen Tag mit Sightseeing im hektischen Kathmandu und machte mich dann weiter auf ins weiter westlich gelegene, ruhige und landschaftlich attraktivere Pokhara.
Hier lernte ich direkt am ersten Abend beim Essen ein Mädchen aus Taiwan kennen, mit der ich spontane Pläne für einen Trek durch die umliegenden Berge und Dörfer machte. Drei Tage stiefelten wir über Trampelpfade durch die Natur und schliefen in einfachen Guesthouses; glücklicherweise waren wir von gutem Wetter gesegnet und hatten so ständige Sicht auf die majestätische, schneebedeckte Annapurna Mountainrange, deren Annapurna I mit 8091m der zehnthöchste Berg der Erde ist.
Meinen letzten Tag in Pokhara verbrachte ich mit einer Fahrradtour zu zwei in der Umgebung gelegenen, schönen Seen, woraufhin es am 9. Januar schließlich wieder auf nach Kathmandu ging, wo ich am darauffolgenden Tag meinen Rückflug nach Delhi antrat.
Bild 1: Bombay - erweckt wesentlich eher den Eindruck einer Großstadt als Delhi.
Bild 2: Eis Essen am Chowpatty Beach - es gibt definitiv schönere Strände.
Bild 3: Das Taj Hotel, hier waren am 27.11.2008 die Terroranschläge.
Bild 4: Der riesige Agonda Beach in Goa
Bild 5: Einer der abgelegenen, menschenleeren Strände, die wir mit dem Scooter erreicht haben.
Bild 6: Unser Weihnachtsessen in Palolem

Bild 7: Hampi

Bild 8: Der Durbar Quare in Kathmandu

Bild 9: Blick auf den Machupuchare alias Fishtail während unseres Treks durch die Berge

Bild 10: Ich vor der Annapurna Mountainrange

Bild 11: Blick aus dem Fenster während meines Rückflugs nach Delhi
Mehr Bilder gibts im Fotoalbum unter Dezember und Januar!
das muß für dich eine sehr schöne zeit sein in so einem farben prächtigen land zuleben
AntwortenLöschenwie lange geht deine zivizeit noch?
güsse aus deutschland m.b.